Ein neues Weltbild

Was für eine Erkenntnis! Nicht die Erde, sondern die Sonne steht im Zentrum des Universums! Damit wurde das Weltbild der Menschen vom Kopf auf die Füße gestellt. Kein Wunder also, dass diejenigen, die oben standen, sich bedroht sahen und den neuen "Sonnenanbetern" keinen Glauben schenken wollten.

In dieser Unterrichtseinheit lernen die Schülerinnen und Schüler die Erkenntnis des heliozentrischen Weltbildes und die Widerstände gegen das neue Weltbild kennen.

 

Kompetenzen

In dieser Unterrichtseinheit werden besonders Sach- und Urteilskompetenz gefördert.

Die Schülerinnen und Schüler wenden erlernte Fachbegriffe korrekt auf den historischen Einzelfall an, nehmen einfache logische Verknüpfungen zwischen historischen Sachverhalten vor und Zudem beurteilen historische Fragestellungen kriteriengeleitet.

 

Arbeitsaufträge für Schülerinnen und Schüler

Dass die Planeten um die Sonne kreisen, ist dir wahrscheinlich bekannt. Trotzdem sprechen wir davon, dass die Sonne im Osten aufgeht und im Westen untergeht, was den Anschein erweckt, als ob sich die Sonne bewege, nicht die Erde. Wie kommt es dazu?

Die Menschen gingen zunächst von dem aus, was sie mit ihren Augen beobachten konnten. Die eigentlichen Planetenbewegungen mussten erst von Wissenschaftlern entdeckt werden. In der folgenden Lerneinheit gehen wir dieser Entdeckung nach und versuchen zu verstehen, warum dies gerade zu Beginn der Neuzeit geschah.

 

Schritt 1: Einstieg ins Thema

Um grundlegende Informationen zum Thema zu erhalten, schau dir zunächst einmal folgende Erklärung an:

https://www.kindernetz.de/infonetz/tiereundnatur/planeten/weltbilder/-/id=27594/nid=27594/did=129084/19fuvrm/index.html

 

Dieser Darstellung kannst du entnehmen, dass lange Zeit das geozentrische Weltbild vorherrschte, das dann aber durch das heliozentrische Weltbild abgelöst wurde. Erkläre die beiden Weltbilder in jeweils einem Satz.

 

Schritt 2: Vertiefung der Kenntnisse

Wie du oben gelesen hast, waren die beiden Wissenschaftler, Nikolaus Kopernikus und Johannes Kepler, an der Entdeckung des heliozentrischen Weltbilds beteiligt. Später kam noch Galileo Galilei hinzu. Jeder dieser drei erweiterte und vertiefte die Erkenntnisse über die Planetenbewegungen.

Informiere dich in deinem Geschichtsbuch über diese drei Wissenschaftler. Notiere ihre Lebensdaten und formuliere in ein bis zwei Sätzen, was sie jeweils zu den Erkenntnissen beitrugen.

 

Tipp: Falls dir die Informationen deines Geschichtsbuchs nicht ausreichen, findest du hier Internetportale zu diesem Thema:

https://www.nibis.de/geschichtsportale-zum-thema-entdeckungen-und-erfindungen-uhttps://www.nibis.de/geschichtsportale-zum-thema-entdeckungen-und-erfindungen-um-1500_13902m-1500_13902

 

Schritt 3: Wie wird das neue Weltbild aufgenommen? – Erweiterung der Erkenntnisse

Wie du gelesen hast, stieß das heliozentrische Weltbild auf teilweise erhebliche Widerstände. Bearbeite dazu die beiden Quellen, in denen ein Kritiker und ein Befürworter einige ihrer Argumente darstellen. Du findest die Materialien mit der genauen Aufgabenstellung als Arbeitsblatt in der rechten Randspalte.

 

Schritt 4: Historische Einordnung

Schreibe in Stichworten auf, wie die Entdeckung des heliozentrischen Weltbilds vom neuen Denken des Zeitalters der Renaissance und von der Entdeckung des Buchdrucks beeinflusst ist.

Benutze das Arbeitsblatt „Hilfestellungen“ in der rechten Randspalte, wenn Du Hilfe brauchst.

 

Schritt 5: Beurteilung

Für die Entdeckung des heliozentrischen Weltbilds im 16. Jahrhundert wird häufig die Bezeichnung „kopernikanische Wende“ (unter Bezugnahme auf den Namen „Kopernikus“) verwendet. Ist diese Bezeichnung deiner Meinung nach richtig? Begründe dein Urteil!

 

Bereitgestellt von: Landesschulbehörde Niedersachsen, Fachberatung Geschichte, 04/2020

Letzte Änderung: 18.05.2020

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