Schulanfangsaktion

Schulanfangsaktion 2021

Am 04. September 2021 werden in Niedersachsen viele Erstklässler eingeschult. Im Rahmen des Curriculums Mobilität in einer Bildung für nachhaltige Entwicklung finden Sie hier sicherheitsfördernde Hinweise und Maßnahmen für alle Mobilitätsformen, in denen Kinder die Herausforderungen des Schulweges allein bewältigen müssen.

Viele von den neu eingeschulten Kindern werden den Schulweg ohne die Begleitung durch Eltern oder andere Erwachsene zurücklegen. Die Kindertagesstätten und (Grund-)schulen finden hier Informationen und Materialien für den Aufbau entsprechender Kompetenzen der Kinder im Übergang KiTa/Grundschule.

Die diesjährigen Aktionen erfolgen unter dem Vorbehalt der gesetzlichen Regelungen im Umgang mit der Corona-Pandemie.

 

Folgendes ist geplant:

Die erfolgreiche Aktion „Kleine Füße auf dem Schulweg“

wird 2021 unter Beibehaltung der bisherigen Bausteine fortgesetzt. Wie in den Vorjahren sollen an geeigneten Örtlichkeiten im Verlauf des Schulweges gelbe Farbmarkierungen in Form von kleinen Füßen aufgebracht werden, um Kinder gezielt zu gefahrenreduzierten Querungsstellen zu leiten. Dort sollen die „Kleinen Füße“ in geschlossener Stellung in Höhe der Randsteine aufgebracht werden, um einen Halt zu signalisieren.

Schulwegpläne leichtgemacht

Eine Untersuchung im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) über die Entwicklung, Verbreitung und Anwendung von Schulwegplänen in Deutschland zeigt, dass Schulwegpläne Sicherheit und eigenständige Mobilität von Schülern erhöhen. Sie stellen gefahrenreduzierte Wege als auch gefahrenträchtige Stellen dar. Die Erarbeitung eines Schulwegplanes im Zusammenhang mit dem Aktionsprogramm „Kleine Füße“ ist daher arbeitsökonomisch und didaktisch überaus sinnvoll, vor alem wenn auch Symbole wie die gelben Fußstapfen parallel zur Wirklichkeit verwendet werden. Zur Erstellung und Aktualisierung von Schulwegplänen hat die BASt den Leitfaden "Schulwegpläne leichtgemacht" erstellt. Er steht mit ergänzenden und hilfreichen Anlagen unter www.bast.de/schulwegplan zum Herunterladen zur Verfügung.

Weitere allgemeine Hinweise zum Thema Schulwegpläne finden sich u. a. mit Beispielen unter

https://www.landesverkehrswacht.de/ratgeber/artikel-detail/kinder-auf-dem-schulweg/

https://www.landesverkehrswacht.de/ratgeber/artikel-detail/schulwegplan/

https://www.landesverkehrswacht.de/fileadmin/user_upload/LVW/Wissensblatt/2021_Wissensblatt_14_Kinder_auf_dem_Schulweg.pdf

https://www.landesverkehrswacht.de/fileadmin/user_upload/LVW/Wissensblatt/2021_Wissensblatt_15_Der_Schulwegplan.pdf

https://udv.de/de/mensch/schulweg/strasse/fussverkehr/schulweg-zu-fuss

Einzelne Kommunen und Städte stellen Schulwegpläne für Grundschulen auf ihren Internetseiten ebenfalls zur Verfügung.

Wichtige Tipps zur Vorbereitung der Kinder auf die selbständige Teilnahme am Straßenverkehr und zur Vorbereitung auf den Schulweg sind im ADAC Schulweg-Ratgeber zusammengestellt: https://www.adac.de/verkehr/verkehrssicherheit/kindersicherheit/schulweg/schulwegratgeber/

„Bus auf Füßen“ (walking bus)

Eine gute Alternative zum Auto stellt das Modell „Bus auf Füßen“ (walking bus) dar. Dabei legen Schülerinnen und Schüler der 1. und 2. Jahrgänge den Schulweg gemeinsam zurück. Schulkinder können sich dem „Bus auf Füßen“ an bedarfsgerecht festgelegten „Haltestellen“ anschließen und so den Schulweg in einem sicherheitsfördernden Rahmen absolvieren.

Aktuelle Beispiele aus dem Jahr 2020 für die praktische Gestaltung des Modells des „Bus auf Füßen“ finden sich beispielsweise unter:

www.walkingbus-os.de

www.zu-fuss-zur-schule.de

Fußgängerpass“ in Kindertagesstätten und Schulen

Bereits im Vorfeld der Einschulung soll eine Sensibilisierung für den Schulweg zu Fuß erreicht werden, indem Kindertagesstätten als Kooperationspartner in die Schulanfangsaktion eingebunden werden. Dazu sollen für Eltern und Kinder durch den Erwerb eines "Fußgängerpasses" o. ä. für Kindergartenkinder ein Anreiz geschaffen werden, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Die verschiedenen regional bereits vorhandenen Modelle eines „Fußgängerpasses“ können in die Kampagnen eingearbeitet werden.

Spielerisch Sicherheit gewinnen: "Aufgepasst mit ADACUS" (ADAC-Stiftung)

Das Programm "Aufgepasst mit ADACUS" richtet sich an Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kinder der 1. Klassen in Grundschulen. Es führt junge Verkehrsteilnehmer spielerisch an ihre Rolle als Fußgänger heran. Wichtige Verhaltensregeln werden erläutert und aktiv eingeübt. Dabei werden persönliche Erfahrungen der Kinder aufgegriffen.

In dem rund 45-minütigen Programm vermitteln speziell ausgebildete Moderatorinnen und Moderatoren des ADAC kindgerecht wichtige Sicherheitsaspekte.

Hier finden sich Infos zum Programm und ein Film zur Verdeutlichung: https://verkehrshelden.com/programm/aufgepasst-mit-adacus

Hol- und Bringzonen

Die zuständigen Straßenverkehrsbehörden können in Kooperation mit der Schule, dem Schulträger und der Polizei „Hol- und Bringzonen“ bzw. sogenannte „Elternhaltestellen“ einrichten, so dass Kinder die letzten Meter zu Fuß zur Schule gehen können. Dadurch können Kinder frühzeitig ein Bewusstsein für Gefahrensituationen im Straßenverkehr entwickeln und überhaupt erst in die Lage versetzt werden, ein räumliches Bild („geistige Landkarte“) des eigenen Ortes bzw. des eigenen Schulwegs zu entwerfen.Kinder werden häufiger und regelmäßiger zur Schule gebracht als von dort abgeholt. Da sie zum Teil unterschiedliche Schulschlusszeiten haben, wird das Problem der Bringverkehre mit den „Elterntaxis“ bei Schulbeginn in der Regel stärker wahrgenommen als das Problem der Holverkehre zu Schulschluss. 

Der an einem Praxisbeispiel entwickelte ADAC Leitfaden „Das Elterntaxi an Grundschulen“ kann bei der Einrichtung von Hol- und Bringzonen unterstützen. Er enthält Hintergrundwissen für die Vorbereitung und wichtige Checklisten zur Einrichtungen. Download unter:

www.adac.de/verkehr/kindersicherheit/elterntaxi-hol-bringzonen/

Musikvideo "Abenteuer Schulweg" für Elternabende, Schulelternratssitzungen, Unterricht und soziale Medien

In dem Film „Abenteuer Schulweg“ wird vermittelt, wie gesund, bewegungs- und beziehungsfördernd sowie entspannend es für die Kinder ist, zu Fuß zur Schule zu gehen. Der Tag beginnt an der frischen Luft und nicht unter Zeitdruck im Verkehrschaos vor der Schule, wo eigene und andere Kinder in der Unübersichtlichkeit durch das Fahrzeugaufkommen unweigerlich gefährdet sind. Der im Jahr 2019 aktualisierte Film, das Schulweglied sowie eine Präsentation stehen für die vorbereitenden Einschulungselternabende sowie den ersten Elternabend nach Schulbeginn, den Unterricht  und auch zur Öffentlichkeitsarbeit (soziale Medien, ÖPNV inkl. Haltestellen, etc.) unter

Das Musikvideo „Abenteuer Schulweg“ (ca. 6 Min.) steht als download im mp4-Format zur Verfügung und ist gedacht für die Elternabende zum Schuljahresanfang und den Unterricht. Zusätzlich werden als Ergänzung zum Film die Präsentation „Kleine Füße- sicherer Schulweg“ sowie das Plakat "Kleine Füße" zur Verfügung gestellt.

Das für das Musikvideo komponierte „Schulweglied“ ist ebenfalls als Lied in mp3-Format (ca. 5 Min.), Playback im mp3-Format, mit Liedtext, Leadsheet in F-Dur und Noten für den Unterricht zum Herunterladen eingestellt.

Verkehrshelfende, Schulweglotsen und Buslotsendienst, Schulwegbegleitung - ein Ehrenamt

Ehrenamtliche Schüler-, Eltern-, Erwachsenen- und Seniorenlotsen/-innen stellen als Verkehrshelfende auf dem Schulweg, insbesondere an gefahrenträchtigen Querungsstellen, einen weiteren Garant für einen sicheren Schulweg dar. Eine Vielzahl an Schülerinnen und Schülern, Eltern, Geschwister und weiteren Erwachsenen engagieren sich bereits schon heute landesweit ehrenamtlich und sind als Lotsen und -innen aktiv. Informationsblätter und Antragsformulare werden im Sinne der Akquise von Verkehrshelfenden an entsprechende Stellen verteilt, unter anderem an den Landesseniorenrat, die Senior-Experts, Kreis- und Stadtelternräte.

Gerade im Zusammenhang mit Schulanfängerinnen und -anfängern und deren „neuen“ Schulwegen entfalten die ehrenamtlichen Verkehrshelfenden einen hohen Wirkungsgrad im Straßenraum bei allen Beteiligten und weiteren Verkehrsteilnehmenden.

Vor diesem Hintergrund sollten die niedersächsischen Grundschulen ein verstärktes Engagement, insbesondere an Elternabenden und Schulelternratssitzungen, zum Einsatz von Schulweglotsinnen und -lotsen zum Schuljahresbeginn vorsehen. Dabei können die weiterführenden Schulen unterstützend mitwirken. Die Polizei gewährleistet weiterhin die Einweisung und Ausbildung in einem erforderlichen Umfang. Zeitlich soll sich der Einsatz der Schulweglotsen und -innen vorrangig auf die Morgenstunden in den ersten beiden Unterrichtswochen nach der Einschulung konzentrieren und kann bedarfsorientiert entsprechend zeitlich ausgeweitet werden.

Auf den Gem. RdErlass des MK, d. MI und d. MW vom 05.11.2012, MK 34.4-83013, vom 05.11.2012 – Schulweglotsendienst; Verkehrshelfende im Sinne des § 42 Abs. 7 StVO - Zeichen 356, wird hingewiesen. Weitere Hinweise unter:

www.landesverkehrswacht.de/angebot/artikel-detail/schulweglotsen-wir-gehen-mit/.

Wer kann Lotse werden?

Eltern, Großeltern, Seniorinnen und Senioren, andere Erwachsene, Schülerinnen und Schüler ab 13 Jahre.

Wie werde ich Lotse?

Die Ausbildung wird von der örtlichen Polizei und Verkehrswacht durchgeführt. Sie umfasst zwölf Stunden und beinhaltet theoretische Einheiten und praktische Übungen im Straßenverkehr. Die Ausrüstung wird zur Verfügung gestellt. Es entstehen keine Kosten.

Wie kann ich Schulwegbegleiterin/-begleiter werden?

Für diese Tätigkeit ist ein Mindestalter von 18 Jahren vorgeschrieben. Nach einer Ausbildung durch Polizei oder Verkehrswacht sind morgens und mittags etwa 20 Minuten erforderlich. Pro Weg sind stets zwei Personen im Einsatz. Es entstehen keine Kosten und ein Unfallversicherungsschutz ist gewährleistet.

Besondere Danksagungsaktion für das Ehrenamt: Schulleitungen können die Danksagungsurkunden für die ehrenamtliche Tätigkeit als Schulweglotsin bzw. Schulweglotse über den Schulleitungszugang im passwortgeschützten Bereich herunterladen, um diese an ihrer Schule auszuzeichnen:

https://schulleiterform.nibis.de

https://schulleitungsform.nibis.de

Gem. Nr. 7.2 des Rd.Erl. d. MK vom 3.5.2016 kann die ehrenamtliche Tätigkeit als Schulweglotsin bzw. Schulweglotse auch im Beiblatt zum Zeugnis aufgenommen werden. Darüber hinaus können die Danksagungsurkunden auch als Würdigung aller Verkehrshelfenden, z.B. auch Eltern oder Senioren, ausgestellt werden.

Elternbrief zur Einschulung in mehreren Sprachen (siehe auf der Seite in der rechten Spalte)

Einen Brief, der in mehreren Sprachen verfügbar ist, sollen die Eltern der einzuschulenden Kinder bei den vorbereitenden Elternabenden erhalten. Er geht auf sicherheitsfördernde Verhaltensweisen und die Bedeutung des Einübens des Schulwegs ein.

Information zu Schulranzen finden sich auf der Seite des DGUV.

 

 

 

 

 

Downloads:

Sollten der Film / das Lied nach dem Aufruf des Links direkt abgespielt werden, klicken Sie den Link bitte mit der rechten Maustaste an und wählen Sie "Ziel speichern unter..."

Weitere Informationen des Kultusministeriums

Schulweglotsendienst; RdErl. d. MK, d. MI u. d. MW v. 5.11.2012

Letzte Änderung: 15.06.2021

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