Historisch-politische Bildung

Das Fach Geschichte bezieht sich auf die Vergangenheit, das Fach Politik auf Gegenwart und Zukunft. Beide Schulfächer hängen jedoch eng miteinander zusammen, denn das Wissen über die Vergangenheit ermöglicht ein tieferes Verständnis der Gegenwart. Die Probleme der Gegenwart prägen wiederum unseren Blick auf die Vergangenheit. Darum sprechen wir heute von historisch-politischer Bildung.

Im Unterricht konzentrieren wir uns dabei besonders auf den Moment, in dem wichtige Entscheidungen getroffen werden, und erkunden Erfahrungshorizonte, Handlungsspielräume, Interessen und Wertvorstellungen der gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteure. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft werden dabei als (zunächst) offene Situationen wahrgenommen; der Lernprozess beginnt mit einer Problemstellung und erörtert Lösungs- und Handlungsalternativen. Vor diesem Hintergrund können die Lernenden ihre unterschiedlichen persönlichen Erfahrungen einbringen und ihr eigenes Handeln reflektieren. Diesem Ansatz sind die hier aufgeführten Bildungsanregungen verpflichtet.

Erinnerungskultur

Erinnerungskultur ist ein kollektiv geteiltes Wissen über die Vergangenheit mit großen Auswirklungen auf das politische Bewusstsein und die Identität. Schülerinnen und Schüler müssen sich darum im Rahmen ihrer politischen Sozialisation aktiv mit der sie umgebenden Erinnerungskultur auseinandersetzen.

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Warum gehören historische und politische Bildung zusammen?

Letzte Änderung: 04.08.2020

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