Fachforum 'Mediensozialisation heute' 2007

Forum des NiLS  - Hannover
24. und 25. April 2007

Konsequenzen für die Arbeit in Schulen und Kindertagesstätten

Mediensozialisation

"(meint) mehr ... als Sozialisation durch Medien, denn letzteres legt ein zu einfaches Modell eines einseitigen, monokausalen Wirkungsverlaufs nahe, in dem die Medien nur Täter und die Kinder und Jugendlichen nur Opfer sind. Im Einklang mit handlungs- und subjektbezogenen Theorien ist jedoch darauf zu beharren, dass jede Mediennutzung verbunden ist mit einem erwarteten Nutzen. Der Begriff Mediensozialisation unterstellt also aktiv handelnde Individuen, die sich im symbolischen Feld der Medien selbst sozialisieren. Diese Selbstsozialisation ist insbesondere für das Jugendalter typisch. Denn 'besonders in der Phase der Adoleszenz, wenn der Aufbau einer eigenen Ich-Identität im Mittelpunkt der psychischen Selbstkonstruktion steht, kommt es zunehmend zu einem Spannungsverhältnis zwischen den durch die Eltern vertretenen Orientierungen und Lebensstilen einerseits und dem Wunsch, das eigene ich ohne Anleitung zu akzentuieren, also die Ich-Präsentation zu verstärken.' (Baacke 1999, 112f.). Die Medien können weit mehr als Elternhaus, Schule oder andere pädagogische Institutionen solche Selbstaktualisierungs-Tendenzen verstärken - auch dadurch, dass sie die im Jugendalter nachgefragten Spannungs- und Erregungszustände vermitteln können, der jugendlichen Grundhaltung einer Suche nach Thrill, Action und Intensität entgegen kommen und als virtuelle Erfahrungsräume auch Grenzerfahrungen ermöglichen, die auch Jugendliche niemals real erleben möchten."  (Textauszug aus: Mediensozialisation. Pädagogische Perspektiven des Aufwachsens in Medienwelten. Opladen 2003)

Dieses Forum wendet sich an Fachleiter/innen, Medienberater/innen, Schulpsychologen/innen und andere Multiplikatoren/innen aus Schule und Erwachsenenbildung.

Wir wollen

  1. über den derzeitigen Forschungsstand informieren,
  2. für den Zusammenhang zwischen Mediensozialisation und Lernen (in der Schule) sensibilisieren,
  3. Ideen und konkrete Maßnahmen zur Umsetzung der Erkenntnisse in pädagogische Praxis vorstellen,.
  4. Konzepte zur Qualifizierung von Lehrkräften/Erzieherinnen und Erzieher diskutieren
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