Faschismus und Zweiter Weltkrieg

Spielfilme

Die letzten Tage

D 2005, 35 min., Regie: Oliver Frohnauer
Deutschland 1945. Eine amerikanische B-17 stürzt hinter feindlichen Linien ab. Der Bordschütze David und der Navigator Ben können sich mit dem Fallschirm retten. Auf der Flucht vor deutschen Einheiten wollen sie sich in einem verlassenen Bauernhaus verstecken. Als Ben das Haus durchsucht, wird er von einem deutschen Deserteur überrascht. Hass, Misstrauen und der Wille, die letzten Tage des Krieges zu überstehen, stellen das Verhältnis der drei Männer auf eine harte Probe. Aber nur einer von ihnen bleibt am Leben. Vorbesichtigung empfohlen.

Website zum Film: http://www.dieletztentage.com/Download bei Merlin: Die letzten Tage

 

Krücke

D 1993, 98 min., Regie: Jörg Grünler
Der Film beschreibt die Geschichte des Jungen Tom, der 1945 bei einem Bombenangriff von seiner Mutter getrennt wird und auf der Suche nach ihr den viel älteren Kriegsinvaliden "Krücke" kennenlernt, der sein Freund und Vorbild wird. Die Handlung trägt autobiographische Züge.
Zusatzmaterial: 17 Bilder/Grafiken mit Texten; 10 Tondokumente; Weiterführende Informationen; Methodische Hinweise; Medientipps; 3 Arbeitsblätter; 2 Unterrichtsvorschläge.

Download bei Merlin. Krücke

 

Die Mörder sind unter uns

D (SBZ) 1946; 110 min., Regie: Wolfgang Staudte
Als die junge Fotografin Susanne aus dem KZ zurückkehrt, findet sie in ihrer Wohnung den Chirurg Mertens vor, der mit übermäßigem Alkoholkonsum versucht, seine furchtbaren Erinnerungen zu verdrängen. Susanne hilft ihm, dass er wieder langsam zu sich findet. Dann begegnet Mertens seinem ehemaligen Hauptmann Brückner, der nun ein aalglatter Geschäftsmann ist. Mertens fordert Sühne für ein von Brückner befohlenes Massaker an Frauen, Kinder und Männern. Susanne kann Mertens im letzten Moment davon überzeugen, dass Vergeltung keine Privatangelegenheit ist und Brückner als Kriegsverbrecher von einem Gericht verurteilt werden muss.
Zusatzmaterial: Filmografie und Biografie vom Regisseur Wolfgang Staudte; Biografie von den Hauptdarstellern Hildegard Knef und Ernst Wilhelm Borchert; Szenenfotos aus dem Film; Augenzeuge 8/1946: Dreharbeiten von "Die Mörder sind unter uns'"; Augenzeuge 26/1946/2: Premiere von "Die Mörder sind unter uns"; Kino-Aushangfotos; Original Kino-Plakat.

Hintergrundmaterialien zum Film bei Film und Geschichte
Download bei Merlin: Die Mörder sind unter uns

 

Unterrichtsfilme

Durchhalten bis zum Ende - Deutscher Alltag im Zweiten Weltkrieg

D 2014,
Fast sechs Jahre lang haben die Deutschen Europa mit Krieg überzogen: Wie haben sie diesen Krieg im eigenen Land erlebt? Der Propaganda kam es darauf an, den Durchhaltewillen der Menschen zu stärken; ihre Einstellung kann daher dem Filmmaterial nur indirekt entnommen werden. Die Zahl der Verwundeten und Toten steigt, immer mehr Städte gehen im Bombenhagel unter und immer mehr Kinder werden in Sicherheit gebracht, die Rüstungsproduktion erreicht gigantische Ausmaße, Frauen müssen für die Männer einspringen, die Versorgung gerät ins Stocken, das Kulturleben wird zunehmend eingeschränkt, Millionen Menschen fliehen vor den anrückenden russischen Truppen. Erst mit der Besetzung Berlins ist der Krieg zu Ende. Zusatzmaterial: Filmclips; Bilder; Text; Texttafeln; Plakate; Arbeitsblätter; interaktive Arbeitsblätter.

Download bei Merlin: Durchhalten bis zum Ende

 

Der Nürnberger Prozess 1945/46
Zum Problem von Schuld und Verantwortung im Dritten Reich

D 1996,
Originalaufnahmen aus dem Gerichtssaal stellen die Vernehmung von Göring, v. Ribbentrop und Speer in den Mittelpunkt. Ihre Aussagen zur Ausschaltung der Opposition, zum Kriegsausbruch 1939 und zur Judenvernichtung werfen die Frage nach Schuld und Verantwortung von hochrangigen Politikern im Dritten Reich auf - und damit auch das Problem von Macht und Moral in der Politik.
Zusatzmaterial: Texttafeln; Schaubilder; Karte; Arbeitsblätter; Arbeitsaufträge; Unterrichtsblatt; Internet-Links.

Download bei Merlin: Der Nürnberger Prozess

 

 

 

Orte des Erinnerns - Europa: Geheime Orte - Türkei: Yenice - Geheimtreffen im Eisenbahnwaggon

T/D 2008 , 28 min.
Januar 1943: Während der Zweite Weltkrieg noch in vollem Gange war, fand in einem abgelegenen Bahnhof ein vor der Öffentlichkeit abgeschirmtes Treffen zwischen dem britischen Premierminister Winston Churchill und dem türkischen Staatspräsidenten Ismet Inonü statt - in einem Eisenbahnwaggon. Die beiden Staatsmänner verfolgten unterschiedliche Ziele. Als Vertreter der Alliierten wollte Churchill die bis dahin neutrale Türkei davon überzeugen, in den Krieg einzutreten und auf dem Balkan eine zweite Front gegen Nazi-Deutschland zu eröffnen. Inönü aber wollte sein Land vor einem Krieg bewahren und sich von keiner Seite vereinnahmen lassen. Am Ende musste Churchill die Türkei mit leeren Händen verlassen.

 

Orte des Erinnerns - Europa: Geheime Orte - Dänemark: Minensuche an der Westküste

Dän/D 2008, 29 min.

Während der Besetzung Dänemarks im zweiten Weltkrieg verminte die deutsche Wehrmacht die gesamte dänische Westküste. Nach ihrer Kapitulation 1945 wurden deutsche Soldaten gezwungen, die 1,5 Millionen Minen mit der Hand zu räumen. Ein Viertel der etwa 1000 Soldaten starb dabei oder wurde schwer verletzt. Obwohl dieser Akt der Vergeltung gegen die Genfer Konvention verstieß, erregte er seinerzeit nur wenig Aufsehen. Erst Helge Hagemann, der für die Minenräumung 1945 mitverantwortlich war, erinnerte wieder an diesen Aspekt der dänisch-deutschen Geschichte. Bei den Recherchen zu seinem Buch lernte er Willi Bjerregård kennen, den Sohn einer jungen Dänin und eines deutschen Soldaten. Bjerregårds Vater kam beim Minenräumen ums Leben. Anhand ihrer Erinnerungen rekapitulieren die beiden Männer die in Vergessenheit geratenen Geschehnisse.

 

Orte des Erinnerns - Europa: Orte wichtiger nationaler Infrastruktur - Polen: Der Wiederaufbau von Breslau

Pol/D 2006, 27 min.
In der Nacht vom 15. auf den 16. Februar 1945 schloss die Rote Armee das von den Deutschen besetzte Breslau ein. Die heftigen Kämpfe dauerten fast drei Monate. Mehr als 80 000 Zivilisten wurden getötet. Breslau, die ehemalige Hauptstadt Niederschlesiens, wurde fast völlig zerstört. Lange schien die Zukunft der Stadt ungewiss. Nachdem Breslau - polnisch Wroclaw - endgültig dem polnischen Staatsgebiet zugeschlagen wurde, konnte in den 1950er Jahren der Wiederaufbau beginnen. Heute erstrahlt Breslau in neuem Glanz

 

Orte des Erinnerns - Europa: Geheime Orte - Polen: Widerstand im Untergrund - Die Kanalisation von Warschau

Pol/ 2008, 28 min.
Während sich die Wehrmacht 1944 an allen Fronten auf dem Rückzug befand, war die polnische Hauptstadt Warschau noch fest in deutscher Hand. Als die vorrückende Rote Armee sich den Randbezirken Warschaus näherte, entschloss sich die im Untergrund agierende polnische "Heimatarmee" zum Aufstand. Sie agierte im doppelten Sinne des Wortes aus dem Untergrund. Sie nutzte die städtische Kanalisation als Rückzugsort, Fluchtweg und Kommunikations-System. Nach kurzfristigen Erfolgen wurde der Aufstand von der deutschen Übermacht niedergeschlagen. In der Sendung erinnern sich zahlreiche Zeitzeugen an die dramatischen Ereignisse. Jedes Jahr am 1. August gedenken die Bürger der Stadt des Warschauer Aufstands.

 

Stauffenberg - Vom Verräter zum Helden des Deutschen Widerstandes

D 2009, 29 min.
Der Film zeichnet die Kindheit, Jugend und Erziehung Stauffenbergs nach, die geprägt war von einer schwäbisch-adeligen Familientradition und der Begeisterung des jungen Grafen für Literatur. Er erzählt von der militärischen Karriere, die 1926 ihren Anfang nahm, und von seiner Ehe mit Nina von Lerchenfeld, aus der fünf Kinder hervorgehen sollten. Wie wird aus dem anfänglich begeisterten Offizier Hitlers ein Mann, der am 20. Juli 1944 das Attentat wagte? In den 40er Jahren galt Stauffenberg als "Verräter", seit den 50ern wird er jedes Jahr im Bendlerblock, dem Ort seiner Erschießung, geehrt. Willy Brandt nannte ihn und seine Mitstreiter ein "Symbol des anderen, des besseren Deutschland".

 

Wie der Krieg nach Westfalen kam

D 2009, 28 min.
Als am 1. September 1939 deutsche Wehrmachtssoldaten in Polen einfallen, ahnen die Menschen im ostwestfälischen Dorf Ilse noch nicht, was ihnen in den nächsten sechs Jahren bevorstehen wird. 25 Höfe gibt es im Dorf. Nach und nach verabschieden sich die Söhne und Väter an die Front. Die Mütter bleiben zurück und müssen dafür sorgen, dass die Arbeit auf den Höfen weitergeht. Zwangsarbeiter sollen dabei helfen. Immer öfter überbringt der Bürgermeister den Frauen die Nachricht vom "Heldentod" ihrer Ehemänner oder Söhne.

 

Wie der Krieg ins Rheinland kam

D 2009, 29 min.
Bei Kriegsbeginn im September 1939 gehört der Familie Jacobi in Köln ein angesehenes Textilkaufhaus in der Innenstadt. Noch ahnen die meisten Menschen im Rheinland nicht, was ihnen in den nächsten Jahren bevorstehen wird. Nach dem Überfall auf Polen zieht in das Geschäft der Jacobis die Kriegswirtschaft ein. Stoffe und Kleidung sind rationiert. Im Mai 1949 kommt es zum ersten Angriff auf Köln, es beginnt die Zeit der Luftschutzbunker. Vater Paul Jacobi wird 1941 eingezogen. Er muss nach Griechenland und hisst dort als erster deutsche Soldat die Hakenkreuzfahne auf der Akropolis. Seine Söhne sind stolz. Im Herbst 1942 fällt Paul Jacobi an der russischen Front. Seine Frau Maria wird Kriegswitwe, mit 36 Jahren.

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