Portionierte Armut - Blackbox Reichtum

Wie sieht der journalistische Umgang mit Armut und Reichtum aus? Diese Frage untersuchten Hans-Jürgen Arlt und Wolfgang Storz in einer Studie für die Rosa-Luxemburg-Stiftung am Beispiel der Kommentierungen von Tagesspiegel, Berliner Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Der Spiegel und Die Zeit. Die Ergebnisse der Studie  lassen sich in den folgenden bestimmenden Trends zusammenfassen:

1. Der blinde Fleck des Journalismus ist die stumme Macht des Reichtums.
2. Die Armut wird mit Sorge registriert und zugleich in Problemgruppen portioniert.
3. Wirtschaft ist, wie sie ist. Bildung und Arbeit als Lösung, die Politik als Sündenbock.
4. Die Entwicklung von Armut und Reichtum wird nicht im Zusammenhang gesehen.
5. Rein quantitativ: Die soziale Kluft ist kein Problem von besonderer Brisanz.
6.  Chancengleichheit und Sozialpflichtigkeit des Eigentums stehen im Museum alter Ideale.
7.  Meinungsvielfalt als Stärke und Schwäche.
8.  Diskursiv schwach, sprachlich bedenkenlos.
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