Beispiel: Ukraine-Berichterstattung

Desaströses Zeugnis:
63 Prozent haben kein Vertrauen in Ukraine-Berichterstattung der deutschen Medien

"Die Unterzeichner/innen fordern die Nachrichtensendungen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auf, umgehend im Rahmen ihrer journalistischen Sorgfaltspflicht und im Sinne des Pressekodex, inhaltlich verändert, tätig zu werden."

Das in der Überschrift genannte Umfrageergebnis von Dezember 2014 und der Appell, der in einer Online-Petition an die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten gerichtet wurde, sind nur zwei - eher moderate - Beispiele für die verbreitete Kritik an der unzulänglichen Berichterstattung bei ARD und ZDF.

 

"Das wichtigste Kapital der Medien ist die Glaubwürdigkeit der Konsumenten."

Die Auseinandersetzung mit der Frage nach der Glaubwürdigkeit der Berichterstattung in den Medien und den Möglichkeiten zur Überprüfung eben dieser Glaubwürdigkeit ist ein unverzichtbarer Aspekt politischer Bildung und verweist über diesen Einzelfal hinaus auf eine grundsätzliche Problematik des Verhältnisses von Politik, Öffentlichkeit und Medien.

 

"Echtzeit"-Berichterstattung und Beschleunigung

Noch vor 40/50 Jahren, „zur Zeit des Vietnamkrieges waren die Filmbilder in den „Nachrichten vom Tage" in Wirklichkeit „Nachrichten von gestern". Filmberichte vom Vietnamkrieg erforderten ca. 30 Stunden Bearbeitungszeit, bevor sie ausgesendet werden konnten. Selbst die Qualität der Telefongespräche war damals so schlecht, daß die telefonisch übermittelten Berichte der Korrespondenten aufgeschrieben und abgelesen werden musßten.“

Heute ermöglichen digitale Übertragungstechniken und Satellitenkommunikation es, von jedem noch so abgelegenen Ort Bild und Ton in „Echtzeit“ rings um die Welt zu schicken.

Daran schließt sich die Frage an, ob diese Beschleunigung mit verantwortlich sein könnte, dass zunehmend klassische Standards des Journalismus ausgehölt werden

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