Erinnerungskultur und Gedenkstättenarbeit

Erinnerungskultur - Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens und der individuellen Biographie

Erinnerungskultur ist nicht nur ein Rahmenthema des vierten Semesters der Sek II. Die Beschäftigung mit den verschiedenen Formen von Geschichte in unserem Alltagsleben, die Auseinandersetzung mit Geschichtsbildern, die an Gedenk- und Feiertagen, Erinnerungsorten, Museen, Denkmälern, in Filmproduktionen und öffentlichen Geschichtsdebatten vermittelt werden, muss selbstverständliches Element historischen Lernens sein. Historische Kompetenz kann nur entwickelt werden, auf der Grundlage individueller und kollektiver Erinnerung.

Schülerinnen und Schüler jeden Alters müssen die Geschichts- und Erinnerungskultur als Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens und ihrer individuellen Biographie wahrnehmen und reflektieren.

 

Gedenkstättenarbeit ist nicht nur staatliche Aufgabe, sondern auch bürgerschaftlicher Auftrag.

Seit den achtziger Jahren entstanden neben den vom Land unterhaltenen Gedenkstätten Bergen-Belsen und Wolfenbüttel zahlreiche von Vereinen, Initiativen und Kommunen getragene Erinnerungsorte. Als erstes deutsches Bundesland hat sich Niedersachsen im Jahre 1990 zur Unterstützung dieser regionalen Gedenkstättenarbeit verpflichtet. Damit hat sich in unserem Bundesland eine vielgestaltige und lebendige Erinnerungslandschaft entwickelt, die nicht zuletzt Jugendgruppen und dem schulischen Geschichtsunterricht für Besuche und Projekte zur Verfügung steht.

Begegnung mit Geschichte im Film

Begegnung mit Geschichte im Film

Das 20. Jahrhundert ist das Jahrhundert des bewegten Bildes. Ein großer Teil des kulturellen Erbes steckt in unseren Filmen. Das Material spiegelt unsere Wahrnehmung, Kultur, unser Sozialleben und unsere Geschichte wider. Vor allem für junge Menschen sind der Zugang, die Kenntnis, der Umgang und die Vermittlung dieses kulturellen Erbes von größter Wichtigkeit für ihre persönliche Entwicklung als mündige Bürger/innen. Lesen Sie mehr

Erinnerung an und Auseinandersetzung mit dem Holocaust

Die Beschäftigung mit dem Holocaust ist auch heute, 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Verfolgung der Juden in Europa, ein unverzichtbarer Bestandteil politischer Bildung. Angesichts nachwievor existierender Leugnungen der Massenmorde und neofaschistischer Aktivitäten in der Gesellschaft sind Fragen nach den historischen Ereignissen zwischen 1933 und 1945 bedeutsam. Lesen Sie mehr
Gedenkstättenarbeit

Gedenkstättenarbeit

Museen und Gedenkstätten sind Orte der Erinnerungskultur, die zum generationenübergreifenden Dialog und Diskurs über Themen wie den Holocaust oder auch Flucht, Vertreibung, Migration und Integration einladen. Lesen Sie mehr
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