Soziale und Identitätskompetenz

Identitätskompetenz

Identitätskompetenz soll den Einzelnen dazu befähigen, den Dialog zwischen sich und seiner Lebenswelt und damit die alltägliche Identitätsarbeit in einer kreativ-konstruktiven, identitätssichernden Art und Weise zu gestalten. Identitätskompetenz soll Leben und „Lernen in einer Welt gesellschaftlicher Umbrüche“ möglich machen.

Soziale Kompetenz

„Soziales Lernen entwickelt das Verständnis für gesellschaftliche Differenz und Interessenvielfalt. Es verbessert die in einer heterogen zusammengesetzten Gesellschaft notwendigen Interaktions- und Kommunikationskompetenzen der Lernenden. Für die Politische Bildung hat die Befähigung zur Gewaltvermeidung, zur Kooperation, zur Konfliktbewältigung und zur Anerkennung von Differenz eine besondere Bedeutung. Soziale Kompetenz gründet auf einer stabilen Persönlichkeit.“[1]

Soziale Kompetenz ist damit aufs engest verknüpft mit der Entwicklung einer stabilen Identitätskompetenz und dass in einer Zeit, in der alte Wertorientierungen sich auflösen und traditionelle identitätsstiftende Grundlagen wie Eigentum und Arbeit für viele Menschen mehr und mehr ausgehöhlt werden. Erforderlich werden somit neue Orientierungsanstrengungen jenseits der vielfach geforderten Flexibilität, die häufig nur die Forderung nach Akzeptanz gesellschaftlicher Verhältnisse impliziert, "in denen Menschen aus ihren Lebenszusammenhängen herausgestoßen werden.“ [2]



[2] Vgl. Oskar Negt: der politische Mensch, Göttingen 2011, S. 22-224

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