Schwerpunkt 3

Künstlerische Aussage und politische Vereinnahmung: Dmitri Schostakowitsch

Dieser Schwerpunkt ermöglicht den Schülerinnen und Schülern die Begegnung und Auseinandersetzung mit einem Komponisten, dessen Werk sich erst jetzt in vollem Umfang der Öffentlichkeit zu erschließen beginnt und dessen Verstrickung in die historisch-gesellschaftlichen Verhältnisse seiner Zeit und Umgebung die Wahrnehmung seiner Musik lange Zeit beeinträchtigt hat. Zugleich können die Schülerinnen und Schüler die Erfahrung machen, wie posthum ans Licht kommende Zeitzeugnisse und eine politisch veränderte Weltsituation die Rezeption eines Komponisten und seiner Werke verändern.

Dabei werden folgende Grundkenntnisse und Kompetenzen vermittelt:

  • Analyse und Interpretation der 7. Sinfonie („Leningrader“):
    • Exemplarische Analyse des 1. Satzes, insbesondere im Hinblick auf die Behandlung der Sonatenhauptsatzform
    • Überblick über den 4. Satz und Analyse der folgenden wesentlichen Gestaltungselemente, ihrer Entwicklung und ihrer Funktion für den Satzverlauf: Hauptthema (erstmalig in Takt 17; vollständig ab Takt 90, Ziffer 152), Triolensignal (Takt 79, Ziffer 151), Sarabandenrhythmus (Takt 368, Ziffer 179)
    • Überblick über die Gesamtkonzeption der Sinfonie
    • Kenntnisse über die Umstände der Entstehung und der ersten Aufführungen (1941/42)
    • Kenntnis und Nachvollzug der sich wandelnden, unterschiedlichen programmatischen Interpretations- bzw. Deutungsansätze des ersten Satzes und der gesamten Sinfonie 
  • Kenntnis des Prawda-Artikels „Chaos statt Musik“ (1936)3; Orientierungswissen über die Begriffe Sozialistischer Realismus und Formalismus
  • Exemplarische Analyse und Interpretation von Ausschnitten eines weiteren Werkes von D. Schostakowitsch
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