Schwerpunkt 2

Das Kompositionsprinzip der motivisch-thematischen Arbeit in Werken der Klavierkammermusik

Dieser Schwerpunkt ermöglicht den Schülerinnen und Schülern exemplarische Erfahrungen mit einer kompositorischen Grundidee, die, im Sonatenhauptsatz der Wiener Klassik ausgeprägt, musikgeschichtlich weit darüber hinaus maßgeblich geworden ist und in der Klavierkammermusik des 19. Jahrhunderts aufgrund der hier gegebenen klanglichen und kompositorischen Möglichkeiten einen besonderen Stellenwert erlangt hat.

Folgende Grundkenntnisse und Kompetenzen werden vermittelt:

  • Analytische Anwendung der Begriffe Motiv, Phrase, Thema, Satz, Periode
  • Fähigkeit, den musikalischen Charakter und die Wirkung von Motiven, Phrasen, Themen und Instrumentation zu beschreiben
  • Kenntnis der klassischen Gestaltungsnorm der Sonatenhauptsatzform
  • Kenntnis weiterer Formen der Instrumentalmusik wie A-B-A-Form, Rondo, Variation und Fuge
  • Kenntnis gängiger Satzfolgen sowie der Funktion der einzelnen Sätze in kammermusikalischen Werken
  • Analyse und Interpretation des 1. Satzes aus Ludwig van Beethovens Klaviertrio c-Moll, op. 1 Nr. 3 als Beispiel für motivisch-thematische Arbeit, harmonische Entwicklung und deren Zusammenhang unter Berücksichtigung von formaler Gestaltung sowie des auf musikalischen Gestaltungsmitteln gründenden Spannungsverlaufs
  • Analyse und Interpretation des Klavierquintetts f-Moll op. 34 von Johannes Brahms als Beispiel für motivisch-thematische Arbeit, harmonische Entwicklung und deren Zusammenhang unter Berücksichtigung von formaler Gestaltung sowie des auf musikalischen Gestaltungsmitteln gründenden Spannungsverlaufs
  • Fähigkeit, fachbezogene Texte zur Klavierkammermusik nachzuvollziehen und zu beurteilen
  • Fähigkeit, aus vorgegebenem Material in selbst gewählter Besetzung (mind. ein Melodieinstrument und Klavier) den Anfang eines Kammermusiksatzes zu entwickeln und diesen zu erläutern
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