Kompetenzen

Das Kerncurriculum für das Fach Sport in der Qualifikationsstufe formuliert verbindlich zu erwerbende allgemeine Kompetenzen und weist zugleich durch die Erfahrungs- und Lernfelder sowie die Rahmenthemen verbindliche Inhaltsbereiche und darauf bezogene spezifische Kompetenzen aus. Die Darstellung knüpft an die vier Kompetenzbereiche der EPA an und definiert im Einzelnen das Niveau der abschlussorientierten Kompetenzen.

Die in diesem Abschnitt genannten Kompetenzen sind auf dem vorgegebenen Niveau für die Abiturprüfungen in den Prüfungsfächern relevant. Für das Ergänzungsfach ist in Abhängigkeit von den gewählten sportpraktischen Inhalten eine stimmige Auswahl inhaltsbezogener und prozessbezogener Kompetenzen zu treffen.

In den Erfahrungs- und Lernfeldern werden die spezifischen Kompetenzen für das Ergänzungsfach auf grundlegendem Anforderungsniveau (linke Spalte) sowie für das Prüfungsfach auf grundlegendem und erhöhtem Anforderungsniveau (rechte Spalte) ausgewiesen. Die Kompetenzen aus den vier Kompetenzbereichen (Sachkompetenz, Methodenkompetenz, Sozialkompetenz, Selbstkompetenz), die auf die Erfahrungs- und Lernfelder sowie auf die
Rahmenthemen bezogenen spezifischen Kompetenzen sind bei der Unterrichtsplanung verbindlich zu berücksichtigen.

Prozessbezogene Kompetenzbereiche

Methodenkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler …

  • arbeiten systematisch bei der Beschaffung, Strukturierung und Nutzung von Informationen, Materialien sowie Medien und wenden die Erkenntnisse in unterschiedlichen Kontexten an.
  • beherrschen Verfahren zur Lösung bewegungsbezogener Aufgabenstellungen: Problemanalyse, Erarbeitung von Lösungsstrategien, Auseinandersetzung mit der Problemstellung durch Erproben und Experimentieren, Ergebnisanalyse und -sicherung.
  • beurteilen Trainingsmethoden und Methoden zur Trainingssteuerung hinsichtlich ihrer Eignung für die geplanten Änderungs- bzw. Adaptationsprozesse und wenden diese zweckmäßig an.
  • analysieren Bewegungsabläufe und Spielhandlungen aus verschiedenen fachwissenschaftlichen Perspektiven.
  • wenden Lehr-/Lernmethoden situationsadäquat an und geben gezielte Bewegungshilfen und Bewegungskorrekturen.
  • planen, organisieren und gestalten Bewegungsarrangements, Übungssequenzen und Spielsituationen unter verschiedenen Betrachtungsdimensionen.

Sozialkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler …

  • reflektieren unterschiedliche Voraussetzungen in Bezug auf Leistung und Interesse, erkennen Stärkere an und unterstützen bzw. integrieren Schwächere.
  • entwickeln ihre Team- und Kommunikationsfähigkeit, indem sie
    • in der Mannschaft/Gruppe funktionale Arbeits-, Gesprächs- und Kooperationstechniken anwenden, um gemeinsam Aufgaben zu lösen.
    • Lern- bzw. Trainingsprozesse ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler unterstützen.
  • verhalten sich fair und wenden Strategien zur Lösung von Konflikten an.
  • helfen und sichern selbstständig im Lern- und Übungsprozess.

Selbstkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler …

  • steuern ihr Bewegungshandeln bewusst und zielgerichtet.
  • verfügen über eine differenzierte Wahrnehmungsfähigkeit in Bezug auf die eigene Person (Selbstbild), den eigenen Körper (Körperbild, Körperhaltung, Körpersprache) und die eigenen Handlungs-/Bewegungsmöglichkeiten.
  • schätzen körperliche Reaktionen auf Bewegung, Spiel und Sport richtig ein und zeigen adäquate Verhaltensweisen.
  • verfügen über eine differenzierte Wahrnehmungsfähigkeit in Bezug auf eigene und fremde Ausdrucks- und Darstellungsformen.
  • schätzen Risiken beim Sport realistisch ein und setzen sich angemessene Ziele.
  • steuern bewusst die eigene sportliche und körperliche Entwicklung.

Inhaltsbezogener Kompetenzbereich

Sachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler …

  • demonstrieren sportmotorische Fertigkeiten in den thematisierten Inhaltsbereichen.
  • demonstrieren eine allgemeine und spezielle Spielfähigkeit.
  • verfügen über motorische Fähigkeiten (Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination) zur Bewältigung der gestellten Bewegungsaufgaben und Handlungssituationen.
  • gestalten kriterienbezogen rhythmische, tänzerisch-gymnastische oder spielerische Bewegungen.
  • präsentieren den kreativen und produktiven Umgang mit Formen der Bewegung und des Spiels.
  • wenden Fachsprache an.
  • formulieren und überprüfen Hypothesen in der Auseinandersetzung mit der eigenen Bewegungspraxis.
  • bewältigen und bewerten Bewegungs- und Handlungsverläufe sowohl im Hinblick auf praktisch-handelnde als auch theoretisch-reflexive Kriterien.
  • wenden Erklärungsmodelle und Testverfahren aus verschiedenen sportwissenschaftlichen Disziplinen an und überprüfen ihre Eignung für die Lösung der jeweiligen Bewegungsprobleme oder -aufgaben.
  • verfügen über Kenntnisse, Einstellungen und Werthaltungen im Zusammenhang mit über die Fachgrenzen hinaus bedeutsamen sportbezogenen Themen der Gegenwart, wie z. B.
    • Beitrag von Bewegung, Sport und Spiel zur gesunden Lebensführung und sinnvollen Freizeitgestaltung,
    • Problematik von leistungssteigernden Mitteln beim Doping,
    • Aspekte der ästhetisch-gestalterischen Auseinandersetzung mit verschiedenen Lebenswelten,
    • Notwendigkeit des umweltbewussten Handelns,
    • Leistungen und Probleme des organisierten Sports,
    • Reflexion der Funktion von Medien.
  • reflektieren die im Sportunterricht möglichen Erfahrungen und Erlebnisse.
  • besitzen die Fähigkeit zu vernetztem, fachübergreifendem Denken und zu selbstständigem Lernen, begründetem Urteilen und Handeln.
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