Fotoarbeit in der Schule

»Fotografieren ist einfach.«
»Doch die Fotografie ist eine sehr schwierige Kunst.«
Pontus Hulten, Pantheon der Fotografie, 1992.


"Mehr als jedes andere Bildmittel hat die Fotografie unsere Wahrnehmung der Welt geprägt und unser Verhältnis zur Wirklichkeit verändert. Sie ist ein allgegenwärtiges Medium: Sowohl die Technologie als auch ihre Erzeugnisse sind Bestandteile unseres Alltags, über die wir zumeist ohne größeres Nachdenken verfügen. Vor diesem Hintergrund erstaunt es, dass die Fotografie im aktuellen Kunstbetrieb immer breiteren Raum einnimmt. Kann ein Massenmedium Kunst sein?" (A. Gern)

Die Schulfotografie blickt auf Jahrzehnte erfolgreicher pädagogischer Arbeit in der Schule zurück. Im Rahmen der Arbeit des Landesgremiums Schulfotografie und der Aktivitäten des ehemaligen Landesmedienstelle sowie der Arbeit einiger Medienzentren und Medienwerkstätten sind hier bereits seit mehr als 50 Jahren Erfahrungen gesammelt und Ergebnisse produziert worden, die immer noch Relevanz haben für die Arbeit in Schule. Sie liefern Anregungen dafür, die Chancen, die durch die Digitalisierung entstanden sind produktiv und kreativ zu nutzen.

Vom Finden und Erfinden

Zwei Typen von Fotografen sind zu unterscheiden, der Finder und der Erfinder.

Der Finder arbeitet „im Gehen“ nach dem Vorbild des Jägers und Sammlers. Seine Tätigkeit kann als szenisches Suchen beschrieben werden: er holt et-was aus Szenen heraus, er verhält sich perzeptuell.

Der Erfinder arbeitet hingegen „im Stehen“, nach dem Vorbild des seßhaf-ten Produzenten. Seine Tätigkeit ist ein inszenisches Versuchen: er stellt etwas in Szenen hinein, er verhält sich konzeptuell.

Suchen und Finden ist demnach eine naturgewandte Geste, Versuchen und Erfinden eine kulturgewandte. Zum Erfinder wird, wem sich Natur versagt. Eben dies kennzeichnet den gegenwärtigen Zustand der Fotografie: die Realität, die die Natur des Fotografen ist, hat sich ihm zu versagen be-gonnen. wenn aber realität versagt, muß man sie neu erfinden.

Andreas Müller-Pohle: Inszenierende Fotografie. In: FOTOVISION: Projekt Fotografie nach 150 Jahren. Bearbeitet von Bernd Busch, Udo Liebelt und Werner Oeder. Hrsg. vom Sprengel Museum Hannover 1988, S. 12

 

 

Fotojournalismus

Fotojournalismus

Das eigene Entwickeln und Gestalten von journalistischen Medien zeigt den Schülern, wie Meinungen beeinflusst und Bilder manipuliert werden können. Dies erhöht die Beurteilungsfähigkeit journalistischer Produkte und führt zu dem Verständnis, dass Medien gesellschaftliche Beziehungen und Willensbildungsprozesse beeinflussen. Lesen Sie mehr
Drucken

Sie möchten diesen Inhalt mit anderen teilen?

Niedersachen-Portal
Ich möchte diesen Inhalt über einen Social Network- oder einen Bookmark-Dienst teilen:

* Pflichtfelder

Kontakt

CAPTCHA Image[ neues Bild ]
zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln