Medienkritik im niedersächsischen KC Deutsch

Wahlpflichtmodul "Medienkritik" im Rahmenthema "Reflexion über Sprache und Sprachgebrauch"

"Medienkritik" ist als Wahlpflichtodul im Rahmenthema "Reflexion über Sprache und Sprachgebrauch" aufgeführt.

 

 

Wahlpflichtmodul 3

Medienkritik

Mögliche Unterrichtsaspekte:

  • Mediale Inszenierungsmuster von Großereignissen
  • Medienkonsum und Gewalt
  • Positionen der Medienkritik

z. B. Texte und Materialien zu:

Inszenierung von Sportereignissen in den Massenmedien

Christian Pfeiffer: Medienverwahrlosung –

Hans Magnus Enzensberger: Das Fernsehen als

Nullmedium – Das digitale Evangelium

Niedersächs. Kultusministerium (Hrsg.): Kerncurriculum Deutsch für das Gymnasium – gymnasiale Oberstufe, die Gesamtschule – gymnasiale Oberstufe, das Fachgymnasium, das Abendgymnasium, das Kolleg, Hannover 2009,  S. 51

 

 

„In den Wahlpflichtmodulen stehen – wiederum in exemplarischer Bündelung – vor allem soziolinguistische und pragmatische Themen im Vordergrund. Weiterhin gewinnen die Schülerinnen und Schüler in den Wahlpflichtmodulen problemorientierte Einblicke in das Sprachsystem, in die Entwicklung der deutschen Sprache, in die Vielfalt der deutschen Gegenwartssprache, in aktuelle Probleme der Sprachverwendung, in die Veränderung der Sprache und Kommunikation im Kontext der Neuen Medien, in das Verhältnis von Sprache und Macht (v. a. im öffentlichen Diskurs und in der Politik), in Sprachphilosophie und Sprachpsychologie."

Unter den Kompetenzerwartungen führt das KC aus:

"Die Schülerinnen und Schüler …

  • kennen und reflektieren Entwicklungen der Gegenwartssprache und berücksichtigen dabei auch den Einfluss der Neuen (digitalen) Medien.
  • (…)
  • kennen medienkritische Positionen und können diese auf die eigene Mediennutzung beziehen."

Wie ist der Begriff „Medienkritik“ im Kerncurriculum und in den Hinweisen zum Zentralabitur zu verstehen?

Wenn man sich an den von Ganguin zusammengestellten Aufgabenbereichen/Dimensionen der Medienkritik in gängigen Medienkompetenzmodellen orientiert, ergibt sich mit Blick auf die Lektüreempfehlungen im Kerncurriculum und den Hinweisen zum Zentralabitur eine Übereinstimmung mit den von Moser genannten „reflexiven Kompetenzen“:

„• Vergewisserung der gesellschaftlichen Funktion der Medien und Medienkritik

• Kritische Beurteilung einzelner Medien und der Medienentwicklung“

 

Medienkritik als Kulturkritik

Gerade mit Blick auf die Literaturempfehlungen ist die im Kerncurriculum und den Hinweisen für das Zentralabitur angesprochene Medienkritik in den größeren Zusammenhang der Kulturkritik einzuordnen. Typisch für Kulturkritik ist es, dass gesellschaftliche Entwicklungen tendenziell als Verlust- und Verfallsgeschichte erlebt werden. Befürchtet wird häufig der kulturelle Niedergang und Wertverlust. (Vgl. Georg Bollenbeck: Eine Geschichte der Kulturkritik. Von Rousseau bis Günther Anders, München 2007)

 

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