Digitale Demenz = Digitale Hysterie

2012 war Manfred Spitzers Publikation „Digitale Demenz“ in aller Munde und ihr Urheber in allen Kanälen. Zeitungen, Rundfunk- und Fernsehen, Blogs im Netz – alle griffen das Thema auf. Mittlerweile ist es darum ruhiger geworden - bis zum nächsten äußeren Anlass. Insofern ist es zwar nicht zwingend notwendig, sich mit dieser Exttremposition auseinanderzusetzen, aber ein paar Hinweise erscheinen doch wichtig.

Der Sozialpsychologe Georg Milzner spricht von "Digitaler Hysterie"  und hält ein Plädoyer gegen die "Digitale Demenz":

"Bei einem so weitreichenden Kulturwandel wie der Digitalisierung ist es erst einmal normal, dass es auch Ängste gibt. Dabei muss man betonen, dass es sich ausschließlich um die Ängste Erwachsener handelt – die Kinder selbst fürchten diese Entwicklung nicht.

Unter “digitaler Hysterie” verstehe ich jedoch nicht die nachvollziehbaren Sorgen, von denen sich viele bei genauerem Hinsehen entkräften lassen. Hysterisch reagieren tun leider ausgerechnet einige Experten, die unter dem Deckmantel von Wissenschaft Behauptungen verbreiten, denen der Boden fehlt. So wird aus Ängsten ein sich ausbreitender Panikmodus, der Eltern von Kindern entfremdet."

Darüber hinaus ist es sicher auch notwendig, sich mit Ansichten und Erkenntnissen aus der Hirnforschung zu befassen - gerade auch in der Schule. Und diese danach befragen, was sie wirklich über Bildungsprozesse und Medienwirkung aussagen können.

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