Kollegiales Coaching (nach Prof. Dr. Jörg Schlee)

Im Kollegialen Coaching werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sukzessive befähigt, bestimmte und standardisierte Fragetechniken zu praktizieren. Sie sind Coach und Coachee in wechselnden Rollen. Nach der Maßnahme arbeiten die Kleingruppen eigenständig und ohne professionellen Coach weiter. Das Kollegiale Coaching kennt keine Bevormundung oder Besserwisserei. Es versteht sich vielmehr als einfühlsame Hilfe zur Selbsthilfe. Ausgangspunkt aller Prozesse ist die Klärung des Gegenstandsverständnisses. Insgesamt trägt das Verfahren des Kollegialen Coaching zum Erwerb einer größeren Orientierungs- und Handlungssicherheit bei und sichert die Professionalität im beruflichen Handeln. Es kann sowohl in kleinen Gruppen als auch in einer Dyade durchgeführt werden.

Die Weiterbildung umfasst insgesamt 12 Fortbildungstage. Sie gliedert sich in fünf aufeinander aufbauende Module mit den Themen:

  • Einführung in die Grundlagen des Kollegialen Coaching
  • Kernannahmen und Theorie zum Kollegialen Coaching
  • Erlernen und Einübung von empathischen Gesprächs- und Zuhörfertigkeiten
  • Darstellung und Demonstration eines Gruppenverfahrens
  • Darstellung und Erprobung verschiedener Konfrontationsmethoden
  • Erste selbstständige Erprobungen des Gruppenverfahrens

Zielsetzung: 

  • Erarbeitung eines theoretischen Bezugssystems, mit dessen Hilfe soziale Situationen und zwischenmenschliche Konstellationen verfahrens- und lösungsorientiert erfasst und bewertet werden können (Orientierungssicherheit)
  • Erwerb von empathischen Zuhör- und Gesprächsfertigkeiten für die Bewältigung unterschiedlicher zwischenmenschlicher Konstellationen (Handlungssicherheit)
  • Beherrschung von Klärungsmethoden und Werkzeugen als Hilfe zur Selbsthilfe (Verfahrenssicherheit)

 

Methoden der Weiterbildung des Kollegialen Coachings

In allen Modulen werden neben der Informationsvermittlung durch die Referenten die eigenständigen Übungs- und Erprobungsanteile der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie der gemeinsamer Erfahrungsaustausch eine wichtige Rolle spielen.

Zwischen den Modulen sind von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern jeweils 3-stündige Arbeitstreffen in kleinen Arbeitsgruppen in eigener Regie zu organisieren und durchzuführen. Diese verbindlichen Treffen dienen dem Erfahrungsaustausch und der Bearbeitung von Transferaufgaben. Die Weiterbildung schließt mit der fachlich begleiteten selbstständigen Erprobung des Gruppenverfahrens zum Kollegialen Coaching ab.

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Abteilung 4

    Matthias Böckermann

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