Kompetenzbereiche

Das Kompetenzmodell im Bereich Wirtschaft stellt Lehrkräften ein Orientierungssystem für professionelles Handeln zur Verfügung. Die Unterrichtsplanung und -gestaltung im Fach Wirtschaft entwickelt sich von einer rein faktenorientierten Wissensvermittlung zu einem prozessorientierten Kompetenzaufbau. Es bedarf dabei einer Konkretisierung durch spezifische Kompetenzen, die im Folgenden in die prozessbezogenen Kompetenzbereiche „Erkenntnisgewinnung“ und „Beurteilung/Bewertung“ sowie den inhaltsbezogenen Kompetenzbereich „ Fachwissen“ gegliedert sind. Durch diese analytische Trennung können differenzierte Teilkompetenzen formuliert werden, die es ermöglichen, das Lernen systematisch zu planen, Unterricht durchzuführen und auszuwerten. In den oben genannten Kompetenzbereichen erwerben Schülerinnen und Schüler kumulativ unterschiedliche Kompetenzen, die in Wechselwirkung zueinander stehen und als gleichwertig anzusehen sind.

Kompetenzbereich: Erkenntnisgewinnung

Ökonomische Sachverhalte werden von den Schülerinnen und Schülern mithilfe fachspezifischer Methoden erarbeitet.

Die Förderung fachspezifischer methodischer Fähigkeiten und Arbeitstechniken leistet dabei einen Beitrag zur Bewältigung gegenwärtiger und zukünftiger Entscheidungssituationen. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln die Fähigkeiten und Fertigkeiten, sich mit ökonomischen Problemstellungen auseinanderzusetzen und unterschiedliche Arbeitstechniken zur Erschließung wirtschaftlicher Sachverhalte anzuwenden. Verschiedene Methoden und Arbeitstechniken sind systematisch ab Schuljahrgang 7 einzuüben.

Kompetenzbereich: Beurteilung/Bewertung

Der Bereich „Beurteilung/Bewertung“ beinhaltet die Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler, wirtschaftliche Sachverhalte, Konflikt- und Entscheidungssituationen zu reflektieren, zu begründen und zu beurteilen. Sie sind in der Lage, aus unterschiedlichen Positionen und verschiedenen Perspektiven heraus zu diskutieren.

Die Schülerinnen und Schüler bewerten und reflektieren ökonomische Handlungen und Sachverhalte mithilfe ökonomischer Kategorien. Sie bewerten Entscheidungsalternativen, beurteilen Handlungen und deren Folgen unter ökonomischen Kriterien und nehmen Stellung zur Sinnhaftigkeit und Leistungsfähigkeit rechtlich-institutioneller Regelungen für das wirtschaftliche Handeln.

Sie erlangen die Kompetenz, Wege des ökonomischen Erkennens und Urteilens zu bewerten und zu reflektieren, wobei sie zwischen Sach- und Werturteilen über wirtschaftliche Sachverhalte unterscheiden und die Reichweite ökonomischer Erkenntnis- und Denkweisen überprüfen.

Kompetenzbereich: Fachwissen

Als „Fachwissen“ wird der Kompetenzbereich bezeichnet, der die Schülerinnen und Schüler dazu befähigt, über strukturiertes ökonomisches Wissen zu verfügen und damit ökonomische sowie gesellschaftliche Strukturen und Prozesse zu verstehen. Grundlegende wirtschaftliche Kenntnisse, die über das im Alltag erworbene Wissen hinausgehen, versetzen die Schülerinnen und Schüler in die Lage, ihre Interessen und Bedürfnisse, ihre Handlungsspielräume und Entfaltungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit real vorhandenen ökonomischen Strukturen und Mechanismen zu sehen. Diese müssen systematisch analysiert werden, um das Wissen und Denken zu ordnen.

Strukturierungskonzepte für das Fachwissen

Strukturierungskonzepte des Fachwissens für das Fach Wirtschaft in der niedersächsischen Realschule;
Denken in den Kategorien der ökonomischen Verhaltenstheorie, Denken in Kreislaufzusammenhängen, Denken in Ordnungszusammenhängen, Denken in Kategorien, die allen wirtschaftlichen Handlungen immanent sind Lesen Sie mehr
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