Erwartete Kompetenzen im Fach Politik/Wirtschaft in der Einführungsphase

Kompetenzbereich Fachwissen

Kompetenzen im Bereich Fachwissen umfassen grundlegende politische und wirtschaftliche Kenntnisse für das Verständnis gesellschaftlicher Strukturen und Prozesse. Dazu zählt vor allem Ordnungswissen, das den Lernenden das Wiedererkennen von Strukturelementen ermöglicht und sie in die Lage versetzt, Bedürfnisse und Interessen, Entfaltungsmöglichkeiten und Handlungsspielräume im Zusammenhang mit der tatsächlichen politischen und ökonomischen Ordnung zu sehen.

Kompetenzen am Ende von Schuljahrgang 11

Die Schülerinnen und Schüler …

• beschreiben auf der Basis politischer und ökonomischer Kategorien die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen sowie deren Wandel und die damit verbundenen Auswirkungen

• benennen und erläutern die Elemente und Prinzipien von demokratischen Strukturen und von wirtschaftsordnungen und deren Bedeutung für die Bewältigung des politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels.

• beschreiben durch Strukturwandel bedingte Herausforderungen und erläutern unterschiedliche Vorstellungen bezüglich der Aufgaben des Staates bei deren Bewältigung.

• beschreiben Möglichkeiten der Verwirklichung von sozialen, politischen und wirtschaftlichen Rechten im nationalen und internationalen Kontext.

• beschreiben und vergleichen anhand von konkreten Entscheidungsprozessen Aufbau und Arbeitsweise sowie Legitimation und Kompetenz von nationalen und europäischen Institutionen.

• untersuchen an Beispielen Rahmenbedingungen, Ablauf und Zielsetzungen von Entscheidungen auf nationaler und europäischer Ebene.

• beschreiben und erläutern europäische Integrationsprozesse.

Kompetenzbereich Erkenntnisgewinnung und Kommunikation

Der Kompetenzbereich Erkenntnisgewinnung und Kommunikation umfasst insbesondere fachspezifische Methoden und Modellvorstellungen (Ökonomie: Wirtschaftskreislauf, ökonomisches Prinzip; Politik: Dimensionen der Politik, Politikzyklus, Konfliktanalyse). Dazu gehört, dass die in den EPA verbindlich ausgewiesenen Operatoren (siehe Anhang) im Unterricht verwendet werden. Ein besonderes Ziel des Unterrichts in der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe besteht darin, dass die Lernenden ihre Fähigkeit zu eigenständiger Arbeit weiter entwickeln.

Kompetenzen am Ende von Schuljahrgang 11

Die Schülerinnen und Schüler …

• analysieren politische und ökonomische Phänomene mithilfe fachspezifischer Methoden:

- Sie analysieren Statistiken, Schaubilder und Karikaturen.

- Sie recherchieren Informationen, erschließen die Quellen kriteriengeleitet und verbalisieren das Ergebnis angemessen.

- Sie analysieren Positionen und Konzeptionen.

- Sie visualisieren Abläufe und Strukturen.

• stellen Inhalte, Strukturen und Positionen unter Verwendung der Fachsprache in ihren Zusammenhängen dar und setzen dabei adressatenbezogene Präsentationsformen ein.

• arbeiten anhand von Planspielen oder Fallanalysen unterschiedliche Positionen in politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen heraus, problematisieren deren Konflikthaftigkeit und erkennen zugrunde liegende Interessen.

• wenden zur Erschließung von politischen und ökonomischen Prozessen verstärkt statistische Verfahren und Präsentationstechniken an.

Kompetenzbereich Beurteilung und Bewertung

Der Kompetenzbereich Beurteilung und Bewertung bezeichnet die Fähigkeit, politische und ökonomische Ordnungen, Entscheidungen und Handlungen unter Verwendung von Kategorien und Kriterien selbstständig und begründet zu beurteilen (Sachurteile) und gegebenenfalls zu bewerten (Werturteile). Dabei kommt der Reflexion dieser Kriterien eine wachsende Bedeutung zu.

Kompetenzen am Ende von Schuljahrgang 11

Die Schülerinnen und Schüler …

• bewerten den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel und seine Folgen anhand von definierten Kriterien.

• beurteilen die Bedeutung und das Zusammenwirken von politischen und wirtschaftlichen Ordnungen für die Bewältigung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels.

• bewerten Möglichkeiten der Einwirkung des Staates auf den Strukturwandel.

• bewerten die Übertragung von Entscheidungskompetenzen von nationalen auf europäische Institutionen.

• diskutieren Chancen und Probleme, die sich aus dem europäischen Integrations- und Erweiterungsprozess ergeben.

• beurteilen vergleichend Möglichkeiten der Verwirklichung von sozialen und politischen Rechten auf nationaler und europäischer Ebene.

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