Angebote und Weiterbildung

Weiterbildungsmaßnahme
"Darstellendes Spiel für die Sekundarbereiche I und II"

Darstellendes Spiel, verstanden als umfassender Begriff für personales, figurales und mediales Spiel, eröffnet als eigenständiger Arbeitsbereich Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, eigene Vorstellungen, Sichtweisen und Erfahrungen in eine prozess-, handlungs- und produktorientierte Gruppenarbeit einzubringen.

Darstellendes Spiel ist ein zentraler Bereich der ästhetischen Erziehung und der kulturellen Bildung, da sich im Theaterspielen verschiedene Gestaltungsbereiche vereinigen (Bewegung, Körpersprache, Sprache, bildnerisches Arbeiten, Musik, Dramaturgie, Regie), die in besonderem Maße die ganzheitliche Persönlichkeitsbildung der Schülerin/des Schülers fördern. Daneben trägt es durch die Auseinandersetzung mit der Realität und durch die Einbindung in einen Gruppenarbeitsprozess zu einer Erweiterung der sozialen Kompetenz bei.

Darstellendes Spiel geht von den darstellerischen Möglichkeiten der jeweiligen Gruppe aus, entwickelt sie weiter, bringt sie in eine altersgemäße Form und ermöglicht dadurch weiterwirkende Erfahrungen. Das handlungsorientierte und kreative Lernen steht im Mittelpunkt der Arbeit. Ziel ist in der Regel ein gemeinsam erarbeitetes Produkt, das in einer Aufführung vorgestellt wird. Darstellendes Spiel leistet somit auch einen Beitrag zur Öffnung von Schule.

Darstellendes Spiel hat eigene Arbeitsmethoden und Gestaltungsprinzipien entwickelt, die Impulse aus künstlerischen, sozialen und kommunikativen Bereichen und deren Traditionen aufnehmen, hierzu gehört auch die Zusammenarbeit mit professionellen Theatermachern. Demzufolge wird die Ausbildung sowohl von Pädagoginnen/Pädagogen, die an Schulen Theater unterrichten, als auch von Künstlerinnen/Künstlern und Theaterpädagoginnen/Theaterpädagogen geleitet.

In der Weiterbildungsmaßnahme erwerben die teilnehmenden Lehrkräfte eine allgemeine und eine stufenbezogene Grundqualifikation, die aus den vier theaterästhetischen Handlungskompetenzen Sachkompetenz, Gestaltungs- kompetenz, kommunikative Kompetenz und soziokulturelle Kompetenz besteht.

Die Maßnahme, bei der es sich um eine Weiterbildung in regionalisierter Form mit Zertifikat handelt, ist so konzipiert, dass durch eine erfolgreiche Teilnahme die Qualifikation für den Unterricht im Fach „Darstellendes Spiel“ in den Sekundarbereichen I und II bescheinigt wird. Dies ist keine Qualifikation im Sinne eines Zweitfaches.

Umfang und Dauer
Der Umfang der Maßnahme beträgt mindestens 250 Stunden, die sich in der Regel über zwei Jahre erstrecken. Bis auf drei Unterrichtstage pro Jahr findet die Maßnahme in der unterrichtsfreien Zeit statt.

Zertifikat
Eine Lehrkraft, die ein Zertifikat erwerben will, muss folgende Auflagen erfüllen:
1. Alle Module im Pflichtbereich und die geforderten Nachweise
2. Mindestens 180 Stunden im Pflichtbereich
3. Wahlbereich mit erkennbarer Vertiefung

Drucken

Sie möchten diesen Inhalt mit anderen teilen?

Niedersachen-Portal
Ich möchte diesen Inhalt über einen Social Network- oder einen Bookmark-Dienst teilen:

* Pflichtfelder

Vorgaben im Fach Darstellendes Spiel

Ansprechpartnerin für Darstellendes Spiel im NLQ:

CAPTCHA Image[ neues Bild ]
zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln